FORSCHUNG UND ZÜCHTUNG

Grundlagen der Forschung
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Goetheanistische Botanik
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Forschungsprojekt: Grannenbildung bei Gräsern und Getreide
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Getreidezüchtung
Die heutigen Zuchtziele und Züchtungsmethoden entsprechen immer weniger den Idealen und äußeren Anforderungen des ökologischen Landbaus. Deshalb ist es dringend notwendig, eine eigene Züchtung aufzubauen. Zu diesem Zweck hat sich die Arbeitsgemeinschaft biologisch-dynamischer Getreidezüchter gebildet.

Entwicklung standortangepasster Winterweizensorten
Unser Hauptanliegen ist die Entwicklung standortangepasster Winterweizensorten für die Region Bodensee und Standorte mit ähnlichen Bedingungen. Hierbei nutzen wir die Entwicklungspotenziale und die Formenvielfalt, die sich bildet, wenn biologisch-dynamische Hofsorten viele Jahre gepflegt werden. Durch Auslese einzelner Ähren im reifen Feld entstehen neue Zuchtlinien, die über mehrere Jahre geprüft und in der Regel nachselektiert werden müssen. Mittlerweile sind Sorten entstanden, die in der Bodenseeregion angebaut werden können (Regionalsortenprojekt).
Bei diesen Sorten ist noch nicht die Einheitlichkeit erreicht worden, die für den Sortenschutz bzw. für die Sortenzulassung beim Bundessortenamt nötig wäre. Dies ist aber auch ein Vorteil. Die Sorte ist nicht exakt festgelegt, sondern ist noch beweglich und kann weiter verbessert werden. - Voraussichtlich können solche Sorten in Zukunft als „Erhaltungssorten“ unter einfacheren Bedingungen zugelassen werden (die Gesetzgebung ist aber immer noch nicht abgeschlossen). Diese Regelung im Saatgutverkehrsgesetz dient der Erhaltung der pflanzengenetischen Ressourcen. Das Prinzip der in-situ-Erhaltung oder on-farm-Erhaltung ist eben, dass auch eine Weiterentwicklung unter den natürlichen Bedingungen des Kulturstandortes stattfinden kann( siehe dazu Publikationen: B. Heyden 2005; B. Heyden und E. Lammerts van Bueren 2000)

Wildgetreide
Ein weiterer Forschungs- und Züchtungsimpuls ist die „Wildgrasveredelung“, d.h. der Versuch, Gräser in Kultur zu nehmen und durch Selektion an die Kulturbedingungen anzupassen. Dies geht auf eine Anregung Steiners zurück, der die Nahrungsqualität der heutigen Kulturpflanzen gefährdet sah (U.Mos 2005: Die Wildgrasveredlung – Rudolf Steiners Impuls in der Pflanzenzucht). Wir befassen uns deshalb mit dem „Wildgetreide“ Dasypyrum villosum, einem Gras aus Südeuropa, das botanisch zwischen Roggen und Weizen einzuordnen ist (Mitteilungen Keyserlingk-Institut, Hefte Nr.17, 2002, Nr.20, 2006 und Nr.22, 2008).

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