KEYSERLINGK-INSTITUT

Das Johanna und Carl Graf Keyserlingk-Institut wurde 1988 von Dr. Bertold Heyden und Elisabeth Beringer in Zusammenarbeit mit biologisch-dynamischen Landwirten gegründet.

... und und wurde 2013  25 Jahre alt. Das letzte Mitteilungsheft (Nr.25) gibt einen Überblick über Intentionen und Arbeitsschwerpunkte in dieser Zeit.

Das Keyserlingk-Institut beschäftigt sich sowohl mit Fragen der Saatgutforschung als auch mit der Züchtung neuer regionaler Getreidesorten für den ökologischen Landbau.

Der Name des Instituts geht auf des Ehepaar Johanna und Carl von Keyserlingk zurück, die zu den Pionieren der biologisch-dynamischen Landwirtschaft zählen. Auf ihrem Gut in Koberwitz bei Breslau fand 1924 der Landwirtschaftliche Kurs Rudolf Steiners (dem Begründer der Anthroposophie) statt. Dieser Kurs wird als Standardwerk für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise betrachtet, weil Steiner während der Vorträge die geisteswissenschaftlichen Grundlagen der Landbewirtschaftung darlegte. Diesen Grundlagen fühlen wir uns bei unserer Arbeit innerhalb des Keyserlingk-Instituts verpflichtet. Entsprechend bestehen Kontakte zur Sektion für Landwirtschaft und zur Naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum in Dornach (Schweiz) sowie zu den anderen biologisch-dynamischen Züchtungsinitiativen, insbesondere den anderen Getreidezüchern.

Mitarbeiter am Keyserlingk-Institut

sind zurzeit - geordnet nach "Dienstjahren" -

Dr. Bertold Heyden, Martin Weber, Udo Hennenkämper und Praktikanten in den Sommermonaten

- und als freie Mitarbeiterin: Elisabeth Beringer

Zurzeit wird an folgenden Forschungs- und Züchtungsprojekten gearbeitet:

 

> Entwicklung und Erhaltung standortangepasster Winterweizensorten

> Erhaltung standortangepasster Roggensorten

> "Nudel-Weizen" - Gibt es geeignete Hartweizen- Rauweizen- oder Weichweizen-Sorten, die für die
    Nudelherstellung brauchbar und bei uns anbaufähig sind ?

> Berücksichtigung der Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI) in der Weizenzüchtung
   (betrifft die Weizen- bzw. Glutensensitivität)

> Wildgetreide Dasypyrum, der Versuch, aus einem Gras eine Kulturpflanze zu entwickeln

> Züchtung für den Linsenanbau auf der Schwäbischen Alb

> Wesentlich beteiligt ist das Keyserlingk-Institut ausserdem im Regionalsortenprojekt - in der Zusammenarbeit mit Bauern, Bäckern und Handel.

 

Einen Einblick in die laufenden Projekte finden Sie in den letzten Mitteilungsheften (Hefte Nr. 24 und 25).