ALAUDA

Alauda
Alauda

Auch Alauda ist durch die Aufspaltung des ursprünglichen Grannenprobus und die Ährenselektion 1998 entstanden (siehe oben: PGR). Von den anderen Linien weicht Alauda schon im Wuchs deutlich ab: der Wuchs ist höher als bei den anderen PGR-Linien, das Fahnenblatt heller grün und mehr steif aufrecht. Dann erscheint eine kräftige, locker aufgebaute, begrannte Ähre. Die Farbe entwickelt sich über ein Goldgelb zu einem dunklen Braun. Die Reife ist etwas später als bei den anderen Sorten.

Bei der Analyse zeigt sich: der Klebergehalt ist hervorragend und der Teig nimmt viel Wasser auf. Allerdings ist der Kleber relativ weich - und der Sedimentationswert entsprechend niedriger.

Zum Backen ist Alauda als reine Sorte deshalb nicht uneingeschränkt zu empfehlen, auch wenn ein Backversuch am Lehenhof (ein Backfermentbrot mit etwas Roggen) auch freigeschoben ein hervorragendes Ergebnis hatte. Besonders der warme Geschmack war überzeugend! 

Der hohe Eiweißgehalt und eine leichte Gelbfärbung des Teiges machen Alauda für die Nudelproduktion interessant. Die Ernte auf der Schwäbischen Alb wurde schon erfolgreich verarbeitet.

Charakter: der kraftvolle Wuchs und die Intensität der Färbung spricht jeden Besucher im Zuchtgarten unmittelbar an. Das Lichterlebnis tritt im Vergleich zu den hellen PGR-Varianten zurück, dafür kann eine Qualität erlebt werden, die mit Innerlichkeit und seelischer Wärme korrespondiert. Verdichtete Sonnenkraft könnte man es nennen, wenn man sich mit künstlerischem Empfinden darauf einlässt.

 

Im Anhang wird der Züchtungsgang im Detail beschrieben:

Werdegang_Alauda.pdf
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